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2019-12 - Antrag zu Winterrasen-Plätzen
Antrag zur Umwandlung von Sportplätzen zu Winterrasen-Plätzen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, lieber Christian,

im laufenden Jahr hatten wir eine sehr kontroverse Diskussion um den Bau  eines Kunststoff-Rasenplatzes, letztendlich wurde die Umwandlung des B-Platzes beim Sportzentrum aber nicht beschlossen.

Wir beantragen daher im Verwaltungsausschuss folgenden Beschluss zu fassen:

Die Verwaltung wird beauftragt:

  1. Die Möglichkeit einer Umwandlung von Sportplätzen herkömmlicher Art an der  Syker Straße zu sogenannten Winterrasen-Plätzen zunächst mit dem Stadtsportring und auch mit dem TSV Bassum als Hauptnutzer zu eruieren
  2. Die technische Umsetzbarkeit auf den jetzigen Plätzen auf der Sportanlage Syker Straße zu prüfen
  3. Eine Kostenschätzung für eine solche Umwandlung und der Folgekosten einzuholen und Fördermöglichkeiten zu prüfen
  4. Die Ergebnisse möglichst im ersten Halbjahr 2020 dem Verwaltungsausschuss vorzulegen

Begründung:

Wie eingangs angeführt ist eine lange geplante Umwandlung des B-Platzes beim Sportzentrum an der Syker Straße nicht vom Rat beschlossen worden, der immer wieder im Prozess dazu geltend gemachte zusätzliche Bedarf an Spielzeiten auf Außenflächen ist aber weiter vorhanden.
Dies möchte der Bürger-Block aufgreifen, um eine einvernehmliche, aber auch umweltgerechte, zeitgemäße und kostengünstige Lösung zu finden. Wir beantragen daher den vorstehend formulierten Beschlussvorschlag im VA zu beraten und möchten damit auch auf die Möglichkeit einer Alternative zu Kunststoff-Rasenplätzen hinweisen.

Winterrasen-Plätze  sind nicht so ganz neu, sie werden schon seit 2003 z. B. in Basel und auch seit vielen Jahren in Süddeutschland und in Nordrhein-Westfalen erstellt, in der Regel aus alten Plätzen umgewandelt. Zuletzt ist aber auch hier in der Region in Rotenburg/W. ein solches Projekt in 2019 angegangen worden.

Winterrasen ist etwas anders aufgebaut als normaler Naturrasen, neben der Saatmischung ist es vor allem der Boden, der den Unterschied ausmacht. Nach Einbau einer Drainageschicht hat er einen geringen Humusanteil, stattdessen einen sandigen, mineralischen Aufbau, das heißt, er ist auch besonders wasserdurchlässig. Deshalb funktioniert dieser Rasen auch bei Regenwetter, wenn ein Naturrasen längst wegen Nässe gesperrt werden muss. Aufgrund dieses wasserdurchlässigen Aufbaus braucht er in  trockenen Monaten natürlich mehr Bewässerung.

Winterrasen-Plätze  können in der Bespielbarkeit nicht ganz mit Kunststoffrasenplätzen mithalten, gegenüber eines „normalen“ Naturrasenplatzes ist aber eine viel größere Nutzbarkeit gegeben. Derzeit geht man hier bei einer fast  ganzjährigen Nutzung von 900 – 1.000 Std. pro Jahr aus. Eine Einschränkung der Nutzung bei großer Sommerhitze ist hier nicht gegeben, es handelt sich eben um eine Naturrasenoberfläche.

Die  Versiegelung von tausenden von Quadratmetern mit einer Kunststoffoberfläche entfällt hierbei, es müssen nicht viele Tonnen Kunststoff zunächst erzeugt und nach der normalen Nutzungsdauer fachgerecht entsorgt werden, Abschwemmungen von Mikroplastik finden nicht statt.
Auch die gesundheitlichen Nachteile für die Spieler auf Kunstrasen sind bei Winterrasen-Plätzen nicht gegeben.

Winterrasen-Plätze sind in der Herstellung offensichtlich deutlich günstiger als Kunststoffrasenplätze, in der Bewirtschaftung offensichtlich in etwa gleich teuer. Fachfirmen sehen einen Zeitraum von 4 Monaten vom Beginn der Arbeiten bis zur Bespielbarkeit der Fläche als realistisch an.
Mit  einer zeitlich gestaffelten Umwandlung mehrerer Plätze könnte der  Bedarf an der Bespielbarkeit unserer Außensportflächen u. E. gedeckt werden, dies wäre aber noch zu prüfen.

Mit freundlichen Grüßen,

Hermuth Straßburg
Fraktionsvorsitzender


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